Papas Klimapaket

24.09.2019 von claudia

Klimaschutz elektrisiert jetzt auch Eltern und Großeltern. Sie hinterfragen, anstatt länger zu akzeptieren und meinen ebenfalls, es kann kein „Weiter so“ geben. Ich freue mich, dass auch mein Vater konkrete Maßnahmen nennt und aufgeschrieben hat. „Meiner Ansicht greift das besser und ist gerechter als das magere Paket unserer gewählten, politischen Vertreter“, erklärt er mir und legt los:

Nach Salz-, Sekt-, Vergnügungs- und Alkohol-Steuern kann es nicht sonderlich schwierig sein, eine Rindfleisch-Steuer zum Zweck der Verminderung des Methanausstoßes zu verordnen. Ein preislich gestaffelter Energieverbrauch – je mehr, je teurer – würde die Menschen zum Sparen ermuntern (z.B. durch gestaffelte Mehrwertsteuer). Steigender Verbrauch ermuntert zur Wärmedämmung die Fenster zu schliessen oder Pullover zu tragen.
 Rabatte auf Mengenabnahmen bewirken genau das Gegenteil.
Der CO2-Fußabdruck der Lebensmittel-Fertigprodukte in der "Lebensmittelindustrie" muß sich deutlich niederschlagen. Selbst zu kochen ist preiswerter, schmackhafter und gesünder. Dies muß in vielen Medien, einschließlich Schule, dargestellt werden, um eine Verhaltensänderung zu bewirken.
Um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, sollten Tempolimits greifen. Viele andere Länder sind Deutschland voraus. Ich schlage für die Autobahnen ein Limit von 120 km/h PKW, 70 km/h LKW vor.
 Besonders bei den LKWs ist zu berücksichtigen, dass eine enorme Kraft aus Gewicht und Bremsen über die Reifen eine zerstörerische Auswirkung auf den Straßenunterbau hat und der Reifenabrieb auf die Atemwege.
Auch die Landstraße mit ihren vielfältigen Benutzern (PKW-LKW-Radler-Reiter-Fußgänger-Trecker usw.) muss durch Tempolimits entschärft werden. Maximal 70 km/h wäre eine adäquate Lösung. Sie käme auch dem wechselnden Wild entgegen. Jeder Ort wäre in ruhigem Verkehrsfluss. In den Ortschaften wären "langsame" 40 km/h ohne 30-er Zonen, dafür strenger überwacht, eine akzeptable Regelung. Das hätte eine positive Auswirkung auf Schadstoffverminderung und Lebensqualität.

Ich würde auch die CO2-Belastung in den Städten durch Innovationen verbessern, wie:
Die Breite der Rad- und Fußwege verdoppeln,
50 Prozent der Parkflächen zu Grünflächen umwidmen,
Pachtgeld für die Dauernutzung öffentlicher Flächen erheben ausschließlich durch Autobesitzer,
Verkehrslenkung im Umkreis von 2 km Durchmesser um Schulen: z. B. Spielstraßen von 7.30 bis 8.30 Uhr und entsprechend auch zum Schulschluss. Kinder könnten gefahrlos, ohne Elterntaxi gemeinsam zu Fuß und in Bewegung die Schule erreichen.
Das Parken in zweiter Reihe durch täglichen Lieferverkehr konsequent ahnden, weil auch durch die breiteren Rad- und Fußwege die Fahrwege schmaler werden. Der Verkehr staut sich und schädliche Auspuffgase verpesten die Umwelt. Ich empfehle Stellflächen für tägliche Lieferanten mit der Idee: Beladene "LastenRoller" mit tiefergelegter Fahrzeugladefläche für die Zustellung zu nutzen.
Teilhabe an der wohnnahen Umgebungsgestaltung ermöglichen und fördern, um direkt im Kleinen, vielleicht mit Spaß, an der Verringerung der CO2-Emissionen mitzuwirken: Das Angebot eines „Mitmach-Vierteljahres - mein Umfeld - machen. Das kommt lokalen Pflanzen, Sauberkeit, Spiel, Ruhe, Kontakt, Rat+Hilfe, besserer Luft, Insekten usw. zu gute. Es erhöht die Bindung und das Interesse am natürlichen,städtischen Lebensraum.

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